© Theater DAS BAUMANN, Rüdiger Baumann 2017

No Woman No Cry - Ka Weiber, ka Gschrei

Der Mann sehnt sich nach Ferne, nach Ausbruch und Freiheit! Und wie sieht seine Realität aus? Er ist eingesperrt “zwischn Schrankwänd und Hulzdeckn, zwischn Gfriertruha und Garaasch”. Statt Mammuts zerlegt er Heizungsanlagen. Und warum? Weil Eva Geld für neue Klamotten braucht. Oder Heike, äh Helga. “Ka Weiber, ka Gschrei”, jener in Bühnenform gegossene fränkische Aufschrei des Mannes, lief über viele Jahre in Mittelfranken. Seit Januar 2016 ist es in einer oberfränkischen Fassung zu sehen. In der Bearbeitung von Rüdiger Baumann passt es zu den drei Darstellern wie angegossen. So wurde das Stück innerhalb kürzester Zeit auch in unserer Heimat zu einem echten Renner. Der ganz besondere Reiz des Werkes besteht in der sinngetreuen Übersetzung der meist englischsprachigen Original-Songs. Diese wiederum stammen aus einer Zeit, in der mit der Musik noch ehrlich protestiert, geklagt und gejubelt wurde. Zumindest haben wir damals fest daran geglaubt.

von Helmut Haberkamm, bearbeitet von Rüdiger Baumann

mit Robert Eller, Siggi Michl und Rüdiger Baumann.

Ein Blick auf männliche Horizonte und darüber hinaus.

Ka Weiber, ka Gschrei