© Theater DAS BAUMANN, Rüdiger Baumann 2017

Bearbeitung von Klassikern

Klassiker
Autor Sonstiges
Tschechov, Nestroy, Molière, Kleist und andere. Teilweise komplette Umarbeitungen. Einige Rollen in fränkischer Mundart. Seit 2000 Mit  ziemlich jungen Klassikern aus dem19. Jahrhundert hat’s begonnen. Tschechovs “Heiratsantrag” ist heute noch einer unserer Dauerbrenner. Nestroys “Häuptling Abendwind” war die erste Produktion einer Theatergruppe, die erst zwei Jahre später sich mit “Schauhaufen” einen Namen geben sollte und zu einer überaus erfolgreichen Amateur-Formation geworden ist.
Szenenbild aus “Häuptling Abendwind”, Wiederaufnahme 2006 Mitwirkung: Text, Regie, Darsteller Wer sich auf Nestroys anarchischen Humor einlässt, wird viel Spaß an dem ziemlich unbekannten Stück haben. Unsere “Wilden” sprechen natürlich Fränkisch statt im Wiener Dialekt. Aber das funktioniert ebenfalls hervorragend. Die musikalischen Ideen brummelte ich in ein Diktiergerät. Thomas Schimmel machte daraus wirkliche Musik. Sie wurde mit etwas unkonventionellen Instrumenten (z.B. Knochen auf Schädeln) begleitet und wurde zu Ohrwürmern. Molière ist ein Theater-Praktiker mit einem exzellenten Gespür für effektvolle Auftritte, Charaktere und Timing. Die Dialoge, bei denen die Partner aus unterschiedlicher Perspektive das vermeintlich gleiche Thema behandeln, sind ein Leckerbissen. Darum werden die Stücke des Franzosen auch nach fast 400 Jahren auf den Bühnen der Welt rauf und runter gespielt. Zahllose Autoren haben sich auf seine Texte gestürzt, um sie in ihrem Stil umzuarbeiten. Ich bin schon wieder einer davon.
Regie
Szenenbild aus “Der Geizich”, 2008 Mitwirkung: Text, Regie, Darsteller Die Figuren in der Vorlage des Meisters sind so stark gezeichnet, dass sie nichts als einen leeren, schwarzen Raum brauchen, um das Publikum zu beeindrucken - vor allem, wenn man einen Frank “Frecko” Schott für die Rolle des Harpagon hat. Natürlich bin ich längst kein Molière, aber ein bisschen stolz bin ich auf eine kleine Szene, die ich dem Meister in meiner Fassung untergejubelt habe und durchaus von ihm sein könnte. Kleist ist auch so einer, der es einem nicht leicht macht, die Finger von ihm zu lassen. Der “Zerbrochne Krug” ist ein grandioses Stück, aber in der Original-Fassung von Amateur-Darstellern schwer spielbar. Ich habe eine Version erstellt, in der die fränkische Sprache zu manchen Rollen passt und die Schauspieler nicht an ein Versmaß gebunden sind.
Szenenbild aus “Der Krug is hie”, 2014 Mitwirkung: Text Der Schauhaufen spielte das Stück unter der Regie von Christian Schidlowsky. Und hier noch ein Video mit Szenen aus dem Eingebildeten Kranken.